Großenhain entdecken - Natur erleben!

Röderauwald Zabeltitz
Foto: Stadtverwaltung Großenhain

Das grüne Großenhain können Sie in vielen Parks und Grünanlagen in Großenhain erleben. Der über 100 Jahre alte Stadtpark, der Gartenschaupark, der Waldpark Kupferberg, der Landschaftspark Walda oder der Barockgarten Zabeltitz bieten Ihnen Ruhe und Entspannung. Die Parks sind mit seltenen Gehölzen und schönen Blumen nicht nur anziehend für Naturfreunde, auch für Kinder oder Freizeitsportler sind diese Parks bestens geeignet. Abenteuerspielplätze, Fitnesspfad und Nordic-Walking-Wege laden zu Spiel und Sport ein.

Für Naturfreunde ist die Kleinraschützer Heide einen Ausflug wert. Unterschiedliche Biotope, wie Trockenrasenflächen, Sumpfwiesen und Kleinstgewässer beheimaten seltene Pflanzen, aber auch Vogel-, Lurch- und Insektenarten.

Für Naturfreunde sind vor allem die grünen Auen des Flusses Röder mit ihren weiten Wiesenflächen sowie Wander- und Radwegen empfehlenswert. Entlang der Röder führen ausgeschilderte Rad- und Wanderwege durch Großenhain bis zum Elberadweg, welcher in nur 15 Radminuten von Großenhain entfernt ist. In nördlicher Richtung erreicht man über Zabeltitz die Grödener Berge mit dem Heidebergturm, wovon man einen wunderbaren Ausblick über die Umgebung genießen kann.

 

 

Stadtpark Großenhain

Stadtpark Großenhain
Foto: Steffen Peschel

Der größte und schönste Park der Stadt ist der Stadtpark Großenhain. Von 1875 bis 1893 als Volkspark angelegt, bietet er heute viele Freizeitmöglichkeiten im Grünen. Sportplätze, Tennisplatz, Fitnesspfad, aber auch das dichte Netz an Parkwegen ziehen viele Freizeitsportler an. Seltene Gehölze wie Tulpenbaum, Amberbaum, Flügelnuss, Sumpfzypressen sowie große Rhododendronbestände sind im Park zu finden. Die Ausflugsgaststätte „Mückenschänke“ und der großzügige Abenteuerspielplatz im Zentrum des Parks sind die beliebtesten Anziehungspunkte. Alle 2 Jahre lockt das „Erlebnisfest der Sinne“ tausende Besucher in den Park und verwandelt diesen in eine sinnliche Welt aus Kunst, Musik und Lichtinstallationen. 2007 wurde der Park mit dem Prädikat „Sächsische Parkträume“ ausgezeichnet.
Im Mai 2010 wurde der Stadtpark durch einen Tornado stark beschädigt. Heute präsentiert er sich völlig neu gestaltet.

 

Barockgarten Zabeltitz und Naturlehrpfad

Inselteich im Barockgarten
Foto: Stadtverwaltung Großenhain

Charakteristisch für den Barockgarten Zabeltitz ist die intensive vegetative Ausstattung mit rahmenden Linden- und Kastanienalleen, wegbegleitenden geschnittenen Hainbuchenhecken, alten Stieleichen und Rotbuchen, schön gestalteten Lustwäldchen, Rondellen und Parterres sowie die Einbeziehung von Wasser bei der Gestaltung der Teichanlagen als raumgliederndes und belebendes Element.

Einen Besuch des Naturlehrpfades in unmittelbarer Nähe des Barockgartens sollten Sie unbedingt einplanen. Hier finden Sie zahlreiche Informationen zu Tier- und Pflanzenwelt der Region.

 

Waldpark Kupferberg

Waldpark Kupferberg
Foto: Steffen Peschel

Die 159 m hohe Erhebung im Südosten der Stadt hat ihren Namen nach dem 1608 dort entdeckten, aber nicht sehr ergiebigen kupferhaltigen Gestein. 1890 kaufte die Stadt das Areal und legte einen Waldpark an. Das städtische Wasserwerk ließ einen Wasserhochbehälter nebst Wärterhaus bauen, welches später in die Bergwirtschaft einbezogen wurde. Der Aussichtsturm ist 1894 in Form einer künstlichen Ruine errichtet worden. Seit 1912 befindet sich am Nordabhang eine Rodelbahn und ab 1921 bis 1935 durfte der Urnenhain an der Westseite des Waldparkes Kupferberg genutzt werden. Heute ist der Kupferberg so wie der Stadtpark ein beliebtes Ausflugsziel für viele Großenhainer und ihre Gäste. 

 

Park Walda

Die zum ehemaligen Rittergut Walda gehörende 3,7 Hektar große Parkanlage wurde durch den Tornado im Mai 2010 und das Hochwasser im September 2010 vollständig zerstört. Im Sommer 2012 wurde die Parkanlage in der idyllischen Lage zwischen Großer Röder und dem Mühlgraben in Anlehnung an den historischen Charakter eines Landschaftsparks wiederhergestellt. Heute liegt der Park Wald an dem gut ausgeschilderten Kirchenradweg und an der Röderradroute. Im Eingangsbereich erwartet ein Rastplatz seine Gäste.

 

 

Gartenkulturpfad

Informationstafeln zum Gartenkulturpfad
Foto: Klaus-Dieter Brühl

Großenhain, die freundliche Stadt im Grünen, hat sich spätestens mit der Ausrichtung der 3. Sächsischen Landesgartenschau 2002 Namen als Gartenstadt gemacht. Neben dem Gartenschaupark verfügt die Stadt Großenhain über 80ha Park- und Grünanlagen mit Stadtpark, Klostergarten, historischer Wallanlage, welche besonders reizvoll sind.
Die schönsten Gärten der Stadt wurden 2007 im ersten Sächsischen Gartenkulturpfad zusammengefasst.

Der Gartenkulturpfad führt Sie mit Hilfe einer kleinen Broschüre sowie zahlreicher Informationstafeln durch die Stadt. An allen Stationen erfahren Sie Interessantes zu Geschichte und Entstehung sowie zu botanischen Raritäten und gärtnerischen Besonderheiten der Parks und Gärten.

 

Gartenschaupark

Ein Schmuckstück moderner Freiraumgestaltung ist der Gartenschaupark, welcher von 1998 bis 2002 in Vorbereitung der 3. Sächsischen Landesgartenschau 2002 nach Plänen des Landschaftsarchitekten Jürgen Weidinger gestaltet wurde. Er stellt die wesentliche Grünverbindung von der offenen Landschaft der Röderaue im Osten bis zum Stadtpark im Westen und der Innenstadt im Norden dar. Das weiträumige Parkgelände bietet Ihnen heute zahlreiche Freizeitmöglichkeiten: Spaziergänge entlang Stauden, Blumenbeeten und  seltenen Gehölzen, Spielplätze für kleine und große Kinder, einem Grillplatz, dem zentralen NaturErlebnisBad, dem Gondelteich, Radwegen oder zahlreichen Veranstaltungen, welche im Sommer auf dem Festplatz stattfinden.

 

Historische Wallanlage

Frühling an der Wallanlage
Foto: Steffen Peschel

Wie ein grünes Band zieht sich die historische Wallanlage um das Zentrum der Stadt Großenhain und vermittelt anschaulich einen Eindruck der ehemaligen Stadtgröße und Stadtbefestigung. Früher mit Wassergraben, Zwingermauer, Stadtmauer und 4 massiven Stadttoren befestigt, galt Großenhain als eine der stärksten Landfeste in Sachsen.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Stadtbefestigung „geschliffen“. An deren Stelle entstand eine typische Gartenanlage dieser Epoche - eine Promenadenanlage - mit umlaufender Baumallee, breiten Gehwegen, einem Rasenband um die gesamte Anlage und dekorativen Pflanzungen.

Heute steht die Promenade als Gartendenkmal unter Schutz. Seit 1993 wurden große Teile dieser Gartenanlage bis in jüngste Zeit Stück für Stück saniert. Ein breiter Geh- und Radweg soll in Zukunft die ganze Stadt umschließen und dabei mit modernem Wegebelag auch Rollstuhlfahrern eine leichte Benutzung ermöglichen. Die Standorte der ehemaligen Stadttore wurden an 2 Stellen im Straßenbeleg kenntlich gemacht und erinnern so an die mittelalterliche Stadtbefestigung. Direkt an der Wallanlage finden Sie den Aussichtsturm des Kulturschlosses. Von diesem können Sie einen herrlichen Blick über die historische Innenstadt und das Umland von Großenhain genießen.

 

Klostergarten

Klostergarten in der Karl-Preusker-Bücherei
Foto: Stadtverwaltung Großenhain

Unmittelbar im Zentrum der Stadt befindet sich hinter den Mauern der Karl-Preusker-Bücherei ein Kleinod der Gartenkultur – ein kleiner Klostergarten. Die Karl-Preusker-Bücherei, älteste deutsche Volksbücherei, war einst Teil einer Klosteranlage des Augustinerordens, welche bis 1539 an dieser Stelle existierte. Im Zuge der Gebäudesanierung 2005 wurde die typische Gartenform der Klöster in der Hofgestaltung aufgegriffen und dieser Hof als Lesegarten der Bücherei angelegt. Der Garten vermittelt einen kleinen Eindruck von der gartenkulturellen Leistung der Nonnen und Mönche im Mittelalter. Die Pflanzenauswahl wurde der typischen Verwendung von Heil- und Küchenkräutern der Klöster nachempfunden. Alle Pflanzen sind etikettiert. Während der Öffnungszeiten der Bücherei ist der Klostergarten den Besuchern zugänglich. Auf Anfrage finden für Kinder und Erwachsene thematische Führungen statt.

 

Naturschutzgebiet „Röderauwald Zabeltitz“

Eisvogel

Im Ortsteil Zabeltitz befindet sich das 300 ha große Naturschutzgebiet „Röderauwald Zabeltitz“, wozu auch der einzigartige Barockgarten Zabeltitz gehört. Größere, zusammenhängende, naturnahe Auwälder zählen heute in Mitteleuropa zu den seltensten Biotoptypen überhaupt. In der unteren Röderaue findet man die in ihrer Größe und Eigenart bedeutendsten Auwaldrelikte Sachsens. Hier finden Sie zahlreiche vom Aussterben bedrohte Pflanzen und Tiere wie Fischadler, Wespenbussard, Fledermäuse, seltene Lurche und eine bemerkenswerte Vielfalt von Libellen. Vogelkundler können in der Röderaue alle sechs in Sachsen vorkommenden Spechtarten (Schwarzspecht, Grünspecht, Grauspecht, Buntspecht, Mittelspecht und Kleinspecht) beobachten.

powered by heitech.net