NaturErlebnisBad Großenhain

Das größte NaturErlebnisBad in Sachsen

Großenhain hat eine lange Badtradition. Bereits 1903 wurde durch den sächsischen König Friedrich August das "Volksbad Carolastiftung" eingeweiht. Nun haben die Großenhainer und ihre Gäste ein ganz besonderes Bad. Eine Badanlage mit vollbiologischer Klärung (ohne Einsatz von Chemikalien), die insbesondere Familien mit kleinen Kindern anspricht.
Die Anlage fügt sich in den Rödergrünzug, unweit des Stadtzentrums ein und bereichert damit das unmittelbar angrenzende Erholungsgebiet mit Gartenschaupark, Grillplatz, Kulturschloss, Spielplatz und Seeanlage sowie Caravanstellplatz.

Umbau des NaturErlebnisBades 2017-2019

Foto vom Befüllen des Schwimmerbereiches.
Foto: Stadtverwaltung Großenhain

Im Zuge der Vorbereitung der 3. Sächsischen Landesgartenschau (LGS) hat die Stadt Großenhain die Chance ergriffen, ihr Freibad in ein NaturErlebnisBad (NEB) mit biologischer Klärung umzubauen. Bei diesem Umbau handelte es sich um ein Pilotprojekt, da es das bisher erste NEB mit einer so großen Wasserfläche war. Im Laufe der Nutzung wurden zahlreiche Erfahrungen gesammelt, insbesondere zur Hydraulik und Reinigung des Wassers.

2012 fasste der Stadtrat nach erfolgten Voruntersuchungen den Beschluss, das Bad nach dem neuesten Stand der Technik nochmals umzubauen. Zu diesem Zeitpunkt ging man noch von einer abschnittsweisen Sanierung des Bades aus. Darüber hinaus wurde die Planung für das „neue“ Bad im Entwurf der Öffentlichkeit in einer Anwohnerinformationsveranstaltung im Februar 2015 vorgestellt und eine Bürgerbeteiligung, bei der nochmals Hinweise und Anregungen zur vorliegenden Variante eingebracht werden konnten, schloss sich an. Der Stadtrat fasste in seiner öffentlichen Sitzung am 15. Juni 2016 den Baubeschluss zum Umbau des NEB, einschließlich der Instandsetzung des Funktionsgebäudes.

Zwischen September 2017 und Mai 2019 wurde das NEB umgebaut. Die Gesamtkosten zum Umbau des NEB, einschließlich der Instandsetzung des Funktionsgebäudes, werden mit rund 3,2 Millionen Euro (netto) erwartet. Das Objekt befindet sich im erweiterten Fördergebiet „Stadtumbau Ost“ Programmteil Aufwertung „Äußerer Stadtring 2012 - 2020“. Die förderrechtliche Zustimmung liegt mit Datum vom Dezember 2016 vor. Die Förderung beträgt 66,66 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.

(Stand: 14.05.2019)

Das neugestaltete NEB ab 2019

Nach gut 20 Monaten Bauzeit öffnete das modernisierte NEB am 15. Mai 2019 seine Türen für alle kleinen und großen Besucher.

Freunde des Großenhainer Bades werden bei ihrem ersten Besuch des NEB einige Veränderungen in der Gestaltung der Anlagen wahrnehmen. Außerdem können sie neue Attraktionen nutzen, die den Bad-Besuch noch erholsamer und erlebnisreicher werden lassen. Zu den Neuerungen zählen:

  • neues Kleinkinderbecken mit mobiler Rutsche, rutschhemmender Folie und Sonnensegel-Überdachung,
  • eine neue, 10 Meter lange Breitwellenrutsche,
  • der Schwimmerbereich und der Sprung-/Nichtschwimmerbereich wurden baulich voneinander getrennt,
  • Auskleidung des Nichtschwimmerbereiches mit einer rutschhemmenden Folie,
  • drei 50-Meter-Schwimmbahnen und eine 25-Meter-Schwimmbahn,
  • Erweiterung der Liegewiesen, neugestalteter Außenbereich mit neuem Standort für die Faun-Skulptur,
  • kostenloses WLAN mit freiem Zugang (während der Saison tgl. zwischen 08:00 und 20:00 Uhr).

Funktionsweise des Bades

Das Großenhainer NaturErlebnisBad ist ein Naturbad, dass ohne chemische Zusätze auskommt.

Die Anlage besteht aus den Badebereichen oder auch Nutzungsbereiche sowie einem Aufbereitungsbereich, einschließlich der drei Vorfilter. Der Aufbereitungsbereich ist durch seinen mächtigen Aufbau um einen halben Meter gegenüber der Wasseroberfläche der Nutzungsbereiche erhöht. In ihm findet neben den Vorfiltern aus Kies auch die Wasserreinigung statt.

Zwischen beiden Bereichen besteht ein zirkulierender Wasserkreislauf. Eine Foliendichtung zum Erdreich verhindert das Eindringen von Grundwasser. Die Badebereiche sind ohne jegliche Bepflanzung, hingegen der Aufbereitungsbereich mit über 2.500 Pflanzen bestückt. Die Trennung der Funktionen des Badens und der Wasserreinigung ermöglicht einen ungestörten Reinigungsprozess mit dem Ziel, eine gleichmäßige Durchströmung der Badebereiche und somit eine vollständige Umwälzung des Beckenvolumens zu erreichen.

Im Aufbereitungsbereich ist das Baden und für die Vorfilter das Betreten verboten.

Eintrittsgebühren

1. Erwachsene
Einzeleintritt
Saisonkarte
Zehnerkarte
3,00 Euro
65,00 Euro
27,00 Euro
1.2 Kinder/Jugendliche / Ermäßigungen
1.2.1 Kinder bis zum vollendeten 1. Lebensjahr freier Eintritt
1.2.2 Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, Schüler, Studenten
(bei Vorlage des entsprechenden Nachweises):
Einzeleintritt:
Saisonkarte:
Zehnerkarte:
2,00 Euro
40,00 Euro
18,00 Euro
1.3 Familien
Familien mit 2 und mehr Kindern bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres oder mit Schülern, Studenten und Auszubildende bei Vorlage des Nachweises:
Einzeleintritt
Saisonkarte
7,00 Euro
120,00 Euro
1.4 Bürger mit ALG 2/Hartz IV Leistung mit gültiger Bescheinigung unter Vorlage eines Personaldokumentes, Schwerbehinderte mit amtlichen, gültigen Ausweis:
Einzeleintritt: Erwachsene
Kinder/Jugendliche
2,00 Euro
1,50 Euro
Saisonkarte Erwachsene
Kinder/Jugendliche
45,00 Euro
25,00 Euro
Begleitperson für Schwerbehinderte (im Ausweis mit B ausgewiesen) freier Eintritt
1.5 Montag bis Freitag ab 17.30 Uhr
Einzeleintritt: Erwachsene (einschliesslich Empfänger von ALG 2/Hartz IV und Schwerbehinderte)
Kinder (einschließlich Empfänger von ALG 2/Hartz IV und Schwerbehinderte)
1,50 Euro
1,00 Euro

 

Zur Geschichte des Bades

Schon im 19. Jahrhundert hatte man in Großenhain erste Schwimmbäder in der Röder eingerichtet. 1898 gründete sich ein Verein, um den Bau eines neuen Bades nach modernen Anforderungen umzusetzen. Im Jahr 1903 wurde das Großenhainer Freibad unter Teilnahme des Kronprinzen Friedrich August feierlich eröffnet.

Knapp 31 Jahre später begann der Bau der Seeanlage, der auch das Problem des regelmäßigen Hochwassers beseitigen sollte. 1935 wurde das erste Strandbad der Region eingeweiht.

Mit dem Einbau einer Wasseraufbereitungsanlage 1992 konnte die Wasserqualität verbessert werden. Gleichzeitig wurde die Wasserfläche auf 6600 m² reduziert, um neue Liegeflächen zuschaffen. Auch die Qualität des Wassers wurde erheblich verbessert. Dennoch entsprach sie nicht den Vorschriften.

1999 entschloss sich die Stadt, das Bad im Rahmen der 3. Sächsischen Landesgartenschau zu einem Naturbad umzubauen. 2001 wurde das NaturErlebnisBad, kurz NEB, feierlich eingeweiht.

Von 2017 bis 2019 wurde das NEB modernisiert und öffnete am 15. Mai 2019 wieder seine Türen für Besucher.

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