Blumen statt Brache

Auf dem Foto sieht man Oberbürgermeister Dr. Sven Mißbach (l.), Bürgermeister Tilo Hönicke (m.) und Michaela Walter vom Dorfclub Zschieschen (r.) auf der neugestalteten Freifläche. Im Hintergrund steht das Spielgerät.
Foto: Stadtverwaltung Großenhain/DS

Viele Bäume, eine große Wiese und ein neues Kinderspielgerät – an die Geschichte des alten und heruntergekommenen Fabrikgeländes der ehemaligen Bergbrauerei, die seit 1864 den Großenhainer Stadtteil Zschieschen prägte, erinnert nun nur noch eine Info-Stele am Gehwegrand. An Stelle des verwilderten und verfallenen Geländes haben die Zschieschener nun eine neugestaltete grüne Frei- und Aufenthaltsfläche, die zum Spielen und Verweilen einlädt und einheimischen Tier- und Pflanzenarten einen blühenden und grünen Lebensraum bietet.

Bis dahin war es jedoch ein weiter Weg: Nach der Wende hatte die Brauerei ihren Betrieb eingestellt. Das Gebäude verfiel zusehends, herabfallende Teile stellten schließlich sogar eine Gefahr dar, weshalb der Fußweg entlang des Grundstückes gesperrt werden musste. Die Eigentümer, eine Erbengemeinschaft, verzichtete 2007 auf das Eigentum, das Grundstück erhielt den Status der „Herrenlosigkeit“. Für die Verkehrssicherungspflicht war die Stadt Großenhain zuständig. Mit Beschluss des Stadtrates erwarb die Stadt 2013 nach schwierigen Verhandlungen das Aneignungsrecht für das ca. 6.000 qm große Areal zu einem symbolischen Kaufpreis von 1,00 Euro von den Erben. Ziel war es, die Brache im Interesse der Stadtentwicklung um- und neu zu gestalten. Die umfangreichen Abrissarbeiten begannen im April 2019, daran schloss sich die Freiflächengestaltung an. Fast 1,12 Millionen Euro kostete die Maßnahme, die zu 90 Prozent durch den Freistaat Sachsen gefördert wurde.

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