Fachvortrag zum Thema „Nachbar Wolf“ im SKZ Alberttreff

Das Foto zeigt einen Wolf.
Foto: Michael_Hamann/Archiv Naturschutz LfULG

Einst kannten wir den Wolf nur als Märchenfigur aus Kinderbüchern. In den letzten Jahren hat er sich jedoch wieder Reviere in unsere Kulturlandschaft erschlossen. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts galt er in Deutschland als ausgestorben, doch nun ist er wieder zurück. Anders jedoch als in früheren Zeiten, als er weite, einsame Landstriche für sich allein hatten, treffen Wolf und Mensch heute schneller aufeinander, was zu Unsicherheiten oder sogar Konflikten führt. Direkte Begegnungen sind zwar selten, aber möglich, vor allem in den Wintermonaten und im Frühjahr, wenn die Jungtiere sich eigene Reviere suchen und dafür große Entfernungen zurücklegen. Auch im Stadtgebiet von Großenhain gab es bereits bestätigte Wolfssichtungen und auch Wolfsrisse von Nutztieren.

Dies erklärt sich nicht zuletzt dadurch, weil das Territorium des sogenannten „Raschütz-Rudels“ an die Stadt angrenzt. Auf Einladung der Stadtverwaltung Großenhain bietet Vanessa Ludwig von der Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Donnerstag, 20. August 2020, ab 18:30 Uhr, im Saal des Soziokulturellen Zentrums „Albertreff“, Marstall 1, in Großenhain einen Fachvortrag zum Thema „Nachbar Wolf“ an. Dabei greift sie auf 20 Jahre Erfahrung mit Wölfen in der sächsischen Kulturlandschaft zurück. Die natürliche Ausbreitung des Wolfes in Sachsen sorgt bei manchen Bürgern für gemischte Gefühle. Müssen wir Menschen Angst haben? Wie kann die Schafhaltung im Wolfsgebiet weitergeführt werden? Welche Konflikte entstehen durch die Anwesenheit des Wolfes in unserer Kulturlandschaft und wie geht das sächsische Wolfsmanagement damit um? In einem anschaulichen Vortrag präsentiert Vanessa Ludwig die Ergebnisse der Wolfsforschung in Sachsen und vermittelt interessante Informationen zur Biologie und Lebensweise der Tiere. Nach dem Vortrag besteht für die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und gemeinsam mit der Expertin zu diskutieren. Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei.

Veranstaltungshinweis:  

Die Durchführung der Veranstaltung steht unter Vorbehalt. Zur Umsetzung der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung ist die Beachtung spezifischer Zugangs- und Hygieneregelungen erforderlich. Die maximale Teilnehmerzahl für die Veranstaltung beträgt 50 Personen. Besucher werden gebeten, die Abstandsregeln einzuhalten und vorsorglich eine Mund-Nasen-Bedeckung mit sich zu führen.

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