Gemeinsames Erinnern an einen deutschen Schicksalstag

Am Mittwoch, 09. November 2022, laden die Städtischen Museen Großenhain und des Soziokulturelle Zentrum Alberttreff zu einer gemeinsamen Erinnerungsveranstaltung um 19:00 Uhr, in den Saal des SKZ, Am Marstall 1, in Großenhain, ein.

Die Bernauer Fotografin und Autorin Brigitte Albrecht schrieb noch am 10. November 1989 im Bann der persönlich erlebten Grenzöffnung an der Bornholmer Straße in Berlin: „Ich war so sehr beeindruckt davon, dass ich Angst hatte, die vielen Emotionen zu vergessen. Darum schrieb ich noch in der Nacht des Geschehens alles auf, was mir zu Hause einfiel. Und auch am darauffolgenden Tag. Ich dachte echt, die würden die "Tore" wieder schließen. Es war sehr schwer, das ganze Geschehen zu fassen.“ Ihre Emotionen hielt sie im Buch „Mauerw(a)ende“ fest, aus dem sie unter anderem lesen wird, in Gedichten, die sie rezitieren wird, und in Fotos, die sie zeigen wird.

Damit wir kollektiv erinnert werden und nicht vergessen, warum der 9. November ein deutscher Schicksalstag ist, wird der Gedenkstättenleiter des Ehrenhains Zeithain, Jens Nagel, außerdem zur historischen Bedeutung sprechen und der Großenhainer Komponist, Kirchenmusiker und Chorleiter, Stefan Jänke, die Besucher an diesem Abend musikalisch in die Vergangenheit begleiten. Der Eintritt ist frei.

Die ca. neunzigminütige Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben" sowie vom Freistaat Sachsen.

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