Startschuss für den Breitbandausbau in Großenhainer Ortsteilen ist gefallen

Foto vom Spatenstisch zum Breitbandausbau in Bauda
Foto: ENSO/ Lutz Weidler

Mit dem offiziellen Spatenstich in Bauda gaben heute Großenhains Oberbürgermeister Dr. Sven Mißbach, Stefan Brangs, Staatssekretär im SMWA, Landrat Arndt Steinbach, der ehemalige Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maiziére, MdB, Susann Rüthrich, MdB, ENSO-Geschäftsführer Dr. Steffen Heine, Daniel Knohr, ateneKOM, und Ortsvorsteher Lars Dronigke den symbolischen Startschuss für den Breitbandausbau in den Großenhainer Ortsteilen. Bis Ende 2020 schließt die ENSO 17 der 19 Großenhainer Ortsteile an das schnelle Glasfasernetz an. Davon profitieren circa 2.600 Haushalte und fast 380 Unternehmen. Nach dem Ausbau stehen Privathaushalten Übertragungsraten von 100 MBit/s und Gewerbebetrieben Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s zur Verfügung.

Fördertechnisch realisiert die Stadt Großenhain den Breitbandausbau über die sogenannte „Wirtschaftlichkeitslücke“. Bei dieser Variante errichten private Unternehmen die notwendige Infrastruktur, betreiben und warten diese. Um das für Telekommunikationsunternehmen wirtschaftlich attraktiver zu machen, unterstützen Bund und Land diese Variante als Fördermittelgeber. Die Stadt Großenhain verpflichtet sich gegenüber der ENSO, die Lücke, die sich aus der Differenz zwischen den notwendigen Investitionskosten sowie den laufenden Betriebskosten und den voraussichtlichen Einnahmen ergibt, durch Eigen- und Fördermittel zu schließen. Zur Schließung dieser Lücke in Höhe von circa 8,94 Millionen Euro erhält die Stadt Großenhain Fördermittel vom Bund in Höhe von 5,36 Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen gewährt eine Förderung in Höhe von 2,68 Millionen Euro. Außerdem will der Freistaat Sachsen den Breitbandausbau voraussichtlich mit einer zusätzlichen 10-prozentigen Kompensierung unterstützen. Die Breitband-Investitionen gehören damit zu den höchsten Investitionen im Stadtgebiet seit der 3. Sächsischen Landesgartenschau im Jahr 2002.

Aus Sicht von Oberbürgermeister Dr. Sven Mißbach ist dieses Vorhaben besonders zukunftsträchtig. „Mit dem Breitbandausbau und der Digitalisierung stärken wir unsere Ortsteile nachhaltig. Vor allem für junge Leute, Familien und Gewerbebetriebe ist ein leistungsfähiger und stabiler Internetanschluss heute enorm wichtig. Bei vielen Dingen des Alltags und dessen Organisation sind wir schon jetzt auf die aktuellen und umfangreichen Informationen und Dienstleistungen aus dem Internet angewiesen. Fehlt der Internet-Anschluss oder ist dieser nur eingeschränkt verfügbar, fehlt es an Lebensqualität und wirtschaftlichen Grundlagen“, erklärt Dr. Sven Mißbach.

Fast drei Jahre Vorbereitungszeit liegen zwischen den ersten Bedarfsanalysen in den Ortsteilen und dem jetzigen Baubeginn. Nach der Auswertung eines aufwendigen europaweiten Ausschreibungsverfahrens erhielt die ENSO Energie Sachsen Ost AG im Juni 2018 den Zuschlag für den Ausbau. Die ENSO NETZ wird diesen ausführen und dafür Tiefbauarbeiten auf rund 100 Kilometer Länge umsetzen. Fast 900 Kilometer Glasfaser werden dabei verlegt.

„ENSO ist in Ostsachsen der führende Infrastruktur-Betreiber und schafft mit dem Ausbau der Telekommunikationsnetze die Basis für die digitale Zukunft der Region. Dabei erschließen wir nicht nur Ballungszentren“, sagte Dr. Steffen Heine, Geschäftsführer von ENSO NETZ. „Mit dem Anschluss auch kleinerer Ortschaften an die Datenautobahn sorgt ENSO dafür, dass sich gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land entwickeln können. Das haben wir mittlerweile in mehr als 20 Projekten erfolgreich umgesetzt. Der geplante Zeitraum für den Breitbandausbau in den Großenhainer Ortsteilen bis 2020 ist besonders anspruchsvoll. Wir gehen diese Herausforderung gemeinsam mit der Stadt an.“

Der Anschluss ist für die Grundstückseigentümer vollkommen kostenfrei, sofern sie einen Gestattungsvertrag unterzeichnen. Dieser erlaubt der ENSO NETZ und von ihr beauftragten Firmen, die notwendigen Tiefbau- und Anschlussarbeiten auf dem Grundstück durchzuführen. Wenn der Vertrag vom Grundstückseigentümer nicht unterzeichnet wird, wird der Hausanschluss nur vorbereitet. Der Anschluss muss dann später kostenpflichtig vom Grundstückseigentümer beauftragt werden.

Bild: v.l. ENSO-Geschäftsführer Dr. Steffen Heine, Oberbürgermeister Dr. Sven Mißbach, Landrat Arndt Steinbach, Stefan Brangs, Staatssekretär im SMWA, der ehemalige Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maiziére, MdB, Susann Rüthrich, MdB, Daniel Knohr, ateneKOM, und Ortsvorsteher Lars Dronigke

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