Zivilcourage goes Hollywood

Das Foto zeigt drei Personen. Davon tragen zwei eine leuchtende Maske und eine junge Frau, ohne Maske, schaut sie an. Quer über das Foto steht geschrieben: Zivilcourage gegen Vandalismus!
Screenshot YouTube/Mirko Thomas

Mit der Wiederaufnahme des Kinobetriebes können die Besucher der Filmgalerie Großenhain die nächsten sechs Monate auf der ganz großen Leinwand den neuen Kurzfilm sehen, der Ende letzten Jahres für die Großenhainer Kampagne „Unsere saubere Stadt“ entstanden ist. In Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft (IG) „Jugend in Großenhain“ und dem Landespräventionsrat Sachsen (LPR) hat die Stadt Großenhain den rund 2-minütigen Film für mutige Zivilcourage und gegen sinnlosen Vandalismus produziert. Engagierte 17- bis 19-jährige Großenhainer Jugendliche zeigen darin Gesicht für ihre Stadt. Umgesetzt wurde das Projekt vom Team um Mirko Thomas und seiner Komplex-Filmproduktion aus Großenhain. Schon jetzt hat dieser Film über 680 Aufrufe auf YouTube.

„Wir wollen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger um die Ecke kommen, sondern deutlich machen, dass Zivilcourage uns alle angeht und jeder von uns etwas für eine saubere Stadt tun kann“, erklärt Jörg Withulz von der Stadtverwaltung Großenhain. Er ist maßgeblich für die Kampagne verantwortlich, die vom Sächsischen Landespräventionsrat gefördert wird und in diesem Jahr mit Plakaten, Werbe- und Flyer-Aktionen noch weiter ausgebaut werden soll.

Auf rund 60.000 Euro Sachschaden beliefen sich allein 2019 die Vandalismusschäden in der Stadt. Immer wieder werden Buswartehallen, Verkehrsschilder, Blumenkübel und Bänke beschädigt oder beschmiert, Bäume umgeknickt, Gebäudewände oder Stromverteiler mit Schmier-Graffitis besprüht. Die Täter fühlen sich dabei meist sicher und unbeobachtet. Gemeinsam mit dem Stadtrat hat die Stadtverwaltung daher 2021 entschieden, mit einer breitangelegten Kampagne für mehr Sauberkeit und Ordnung zu werben, die Zivilcourage zu fördern und die Großenhainer zu animieren, wieder etwas mehr auf ihre Stadt aufzupassen. Damit, so die Hoffnungen im Rathaus, gelingt es vielleicht gemeinsam mit den Großenhainern, dem einen oder anderen Schmutzfinken das Handwerk dauerhaft zu legen.    

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