Bundesweite Ernährungsstudie Großenhain wurde für das Nationale Ernährungsmonitoring ausgewählt
Das Nationale Ernährungsmonitoring kommt vom 13. April 2026 bis 3. Mai 2026 nach Großenhain. Mit dem Nationalen Ernährungsmonitoring, kurz nemo, erfasst das Max Rubner-Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat ab April den Lebensmittelverzehr der Menschen in Deutschland. Großenhain wurde nach einem Zufallsverfahren für die Beteiligung an der nemo-Studie ausgewählt, wobei Kriterien wie Bevölkerungsdichte und Gemeindegröße eine Rolle spielten. Damit ist Großenhain einer von 120 Orten in Deutschland, an denen die Daten erhoben werden.
Mit nemo soll erforscht werden, was die Menschen in Deutschland essen und wie gut sie mit wichtigen Nährstoffen versorgt sind. Dazu werden bundesweit mehr als 3.000 Personen zwischen 18 und 80 Jahren befragt und untersucht. Die zufällig ausgewählten Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer in Großenhain werden aus dem Adressregister des Einwohnermeldeamtes gezogen und erhalten ein Einladungsschreiben. „Die Stichprobe steht stellvertretend für alle 18- bis 80-Jährigen in ganz Deutschland“, erklärt Prof. Dr. Tanja Schwerdtle, Präsidentin des Max Rubner-Instituts. „Damit später zuverlässige Aussagen für die Gesamtbevölkerung getroffen werden können, ist es wichtig, dass möglichst viele der Eingeladenen mitmachen.“
Für die Durchführung der Studie wurde Oracle Life Sciences beauftragt. Wer teilnimmt, wird persönlich und telefonisch interviewt sowie körperlich untersucht. Im Auftrag von Oracle Life Sciences sind dafür Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Infratrend Forschung GmbH in Großenhain unterwegs, denn die Befragungen und Messungen finden größtenteils bei den Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern zu Hause statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten anschließend ihre individuellen Laborwerte und eine detaillierte Rückmeldung zu ihrem persönlichen Versorgungsstatus. Zusätzlich gibt es eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 55 Euro.
Für Politik und Wissenschaft sind verlässliche Informationen über die Ernährungssituation der Menschen besonders wichtig, etwa als Basis für ernährungspolitische Entscheidungen. Somit leisten die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer in Großenhain einen wichtigen Beitrag für Forschung und Gesellschaft. Die Ergebnisse der nemo-Studie ermöglichen es, die aktuelle Ernährungssituation der Erwachsenen in Deutschland fundiert einzuordnen. Damit schließt das Nationale Ernährungsmonitoring die Datenlücke zur letzten vergleichbaren Erhebung, der Nationalen Verzehrsstudie II, die rund 20 Jahre zurückliegt.
Hintergrund: das Nationale Ernährungsmonitoring – nemo
Das Nationale Ernährungsmonitoring, nemo, hat das Ziel, die Ernährungssituation der Bevölkerung in Deutschland zu erfassen und zu bewerten und daraus Handlungsempfehlungen für die Politik abzuleiten. Repräsentative Daten über Ernährungsverhalten, Lebensmittelverzehr, Nährstoffzufuhr und Nährstoffstatus der Bevölkerung sind für eine wissenschaftsbasierte Politikberatung unverzichtbar. Daher hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) das Max Rubner-Institut beauftragt, diese Daten zu erheben und regelmäßig zu aktualisieren. Zum Auftakt von nemo wurden Online-Befragungen für Erwachsene, Kinder und Jugendliche durchgeführt. Ein weiterer Teil von nemo ist eine Studie, bei der die Teilnehmenden persönlich und telefonisch befragt sowie körperlich untersucht werden. Erfasst werden unter anderem Lebensmittelverzehr, Ernährungsgewohnheiten, die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und Körpermaße. Über Bioproben wird zudem die Versorgung mit bestimmten Nährstoffen ermittelt, beispielsweise Vitamin D und Jod. Untersucht werden Erwachsene zwischen 18 und 80 Jahren sowie Kinder ab einem Jahr.
Weiterführende Informationen
- nemo-Studie auf der Website des Max Rubner-Instituts: https://www.mri.bund.de/de/humanstudien/laufende-humanstudien/nationalesernaehrungsmonitoring-nemo/
- nemo-Projektseite mit Informationen für Studienteilnehmende: http://www.nemo-studie.de/
[Quelle: Pressemitteilung Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel vom 10.04.2026]