Vier neue Defibrillatoren stärken Notfallversorgung im ländlichen Raum

Ein Foto mit sechs Männern, fünf von ihnen tragen Feuerwehruniformen. Sie halten die einzelnen Bestandteile eines Defibrillators in den Händen und lächeln in die Kamera.
Foto: Stadtverwaltung Großenhain

Die medizinische Notfallversorgung im ländlichen Raum der Großen Kreisstadt Großenhain wird verbessert. Dank einer Förderung aus der Förderrichtlinie LEADER (FRL LEADER/2023) konnten vier automatisierte externe Defibrillatoren (AED) einschließlich Rettungssets, wettergeschützter Wandschränke und Hinweisschilder beschafft werden. Die Geräte werden in Kürze an den Feuerwehrgerätehäusern in den Ortsteilen Bauda, Strauch, Walda-Kleinthiemig und Zabeltitz installiert und anschließend rund um die Uhr öffentlich zugänglich sein.

Die Gesamtkosten für die Beschaffung belaufen sich auf 10.727,42 Euro. Das Vorhaben wird mit einem Fördersatz von 60 Prozent unterstützt. Auftragnehmer für die Lieferung der Geräte ist die HERZKÖNIG Medizintechnik GmbH aus Lübeck.

Mit der Installation der Defibrillatoren verfolgt die Stadt Großenhain das Ziel, die Überlebenschancen bei Herz-Kreislauf-Notfällen insbesondere im ländlichen Raum zu erhöhen. Gerade außerhalb der Kernstadt können aufgrund längerer Anfahrtswege von Rettungsdiensten die ersten Minuten über Leben und Tod entscheiden. Automatisierte externe Defibrillatoren ermöglichen es auch medizinischen Laien, schnell und sicher Erste Hilfe zu leisten und damit die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes entscheidend zu überbrücken.

„Mit den neuen Defibrillatoren schaffen wir ein zusätzliches Sicherheitsangebot für die Menschen in unseren Ortsteilen. Die Geräte können im Ernstfall wertvolle Minuten schenken und damit Leben retten. Gleichzeitig stärken wir die medizinische Infrastruktur im ländlichen Raum“, sagt Oberbürgermeister Dr. Sven Mißbach.


Die neuen Standorte ergänzen die bereits vorhandenen Defibrillatoren in städtischen Einrichtungen. Diese befinden sich überwiegend innerhalb von Gebäuden und sind daher meist nur während der jeweiligen Öffnungszeiten zugänglich. Die neuen AED-Geräte werden hingegen im Außenbereich der Feuerwehrgerätehäuser installiert und stehen Ersthelfern rund um die Uhr zur Verfügung.

Die Defibrillatoren werden zudem in das Netzwerk des Vereins „Region der Lebensretter“
e. V. aufgenommen. Dadurch sind die Standorte im Notfall digital verfügbar und können künftig auch über die entsprechende App berücksichtigt werden. Dies verbessert die Auffindbarkeit der Geräte und unterstützt eine schnelle Erstversorgung.

Die Installation erfolgt zeitnah an folgenden Standorten:
•    Feuerwehrgerätehaus Bauda, Bruchgasse 11
•    Feuerwehrgerätehaus Strauch, Im Gut 1
•    Feuerwehrgerätehaus Walda-Kleinthiemig, Baudaer Straße 3
•    Feuerwehrgerätehaus Zabeltitz, Gröditzer Straße 3a

Mit dem Vorhaben setzt die Stadt Großenhain ein Modellprojekt zur Verbesserung der medizinischen Erstversorgung im ländlichen Raum um. Es verbindet moderne Notfalltechnik, öffentliche Zugänglichkeit und digitale Vernetzung zu einem wichtigen Baustein der kommunalen Daseinsvorsorge.

Bildunterschrift:
v. l.: Oberbürgermeister Sven Mißbach,
Tom Tschuppan, Feuerwehrtechnischer Bediensteter der Stadt Großenhain,
Rico Kalinke, stellv. Stadtwehrleiter,
Rico Mießner, Ortswehrleiter Ortsfeuerwehr Zabeltitz-Treugeböhla,
Rocco Bergmann, stellv. Ortswehrleiter Ortsfeuerwehr Walda-Kleinthiemig und
Benjamin Meyer-Venecia, Ortsfeuerwehr Strauch

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