Zwei Ausstellungen und ein Stadtrundgang zu jüdischen Spuren in Großenhain
2026 beteiligt sich das Museum Alte Lateinschule in Großenhain mit zwei Ausstellungen am Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen.
Am Freitag, 11. September, 17:00 Uhr, wird die Wanderausstellung über die israelische Künstlerin Tanya Preminger eröffnet. Die 1944 in der Sowjetunion geborene Künstlerin gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauerinnen Israels. 2026 war sie vier Wochen im Künstlergut Prösitz zu Gast. Die Ausstellung zeigt rund 40 ihrer in vielen Ländern der Erde realisierten Land-Art-Projekte und Skulpturen. Die Eröffnung wird von dem Gitarristen Erkin Çavuş begleitet.
Am Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, 13. September, startet um 14:00 Uhr am Museum Alte Lateinschule ein Stadtrundgang mit Dr. Jens Schulze-Forster. Er führt unter dem Motto „Stolpersteine“ zu den Erinnerungsorten in der Großenhainer Innenstadt.
Am Freitag, 18. September, 17:00 Uhr, findet die Eröffnung der Ausstellung „Stolpersteine“ statt, die den Schicksalen der Großenhainer Bürger jüdischer Herkunft im 20. Jahrhundert nachgeht. Stefan Jänke und der Kinderchor Großenhain–Ebersbach–Reinersdorf übernehmen die musikalische Gestaltung. Teil der Veranstaltung ist eine Collage aus Originaltexten der 1930er Jahre und persönlichen Erinnerungen, die ein Bild des Lebens im Zeichen der Shoah vermitteln. Die Veranstaltung findet im Gemeindesaal, Kirchplatz 5, statt.