Willkommen in Weßnitz-Rostig

Dorfidylle in Weßnitz
Fotograf: Steffen Peschel

Am 1. Januar 1995 trat die Vereinbarung zur Eingliederung der damaligen Gemeinde Weßnitz mit den Ortsteilen Weßnitz und Rostig in die Stadt Großenhain in Kraft.

 

Weßnitz hat 197 Einwohner (Stand: Dez. 2017) und erstreckt sich auf einer Fläche von 238 Hektar. Schon seit dem 6. Jahrhundert wurde Weßnitz durch slawische Stämme besiedelt. Erwähnt wurde der Ort jedoch erst 1350 als slawische Siedlung. Wahrzeichen und höchster Punkt von Weßnitz ist die alte Holländermühle, ein Steinbau mit verstellbarem Aufbau. Der Ort mit seinen Dreiseithöfen besitzt einen stark ländlich geprägten Charakter.

Rostig hat 243 Einwohner (Stand: Dez. 2017) und gehört als Ortsteil zur Großen Kreisstadt Großenhain. Der Ort wurde ehemals als Platzdorf mit viereckigem Flur errichtet und hat einen typischen Dorfanger und Fachwerkhäuser. Einige Bodenfunde in Form von Münzen aus der römischen Kaiserzeit deuten darauf hin, dass Jäger germanischer Stämme mit römischen Kaufleuten, die ebenfalls durch diese Gegend zogen, Berührung hatten.

Im Zusammenhang mit der Landnahme durch die Westslawischen Stämme erfolgte ab Ende des 6. Jahrhunderts durch sie eine Besiedlung des Raumes. Sie betrieben Ackerbau, Viehzucht und Fischerei. Der Ortsname von Rostig (seit 1587) zeugt vom slawischen Ursprung. Er bedeutet zu deutsch „Auseinanderfließen des Wassers“, da der Ort von Wiesen, Gehölzen, Sumpfgewässern und Gräben umgeben war. Der Ort soll zwei kleine Rittergüter gehabt haben, wobei man heute davon keine Spuren mehr entdeckt.

Rostig wird als „allodium“ erwähnt, was auch soviel wie begehrter Besitz heißt. Die Wasserburg, genannt „Burgstädtl“, befindet sich auf dem Flurstück Nr. 286. Der Großvater des ehemaligen Besitzers Oswin Klinger ließ 1957 die Burgreste einebnen. Im Landesmuseum für Vorgeschichte in Dresden befinden sich mehrere frühdeutsche Scherben, die in Rostig gefunden wurden, u.a. auch ein Steinbeil.

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