Willkommen in Folbern

Ansicht auf den Ortsteil Folbern
Foto: Steffen Peschel

Seit dem 01. Januar 1999 gehört der Ort Folbern zur Großen Kreisstadt Großenhain mit derzeit 310 Einwohnern (Stand: Dez. 2018).

Der Ortsteil Folbern ist ca. 1,5 Kilometer östlich von Großenhain gelegen. Die erstmals urkundliche Erwähnung von Folbern war 1291, damals aber unter dem Namen „Volbor“. Erst seit 1587 trägt der Ort den Namen Folbern. Der Name „Volbor“ selbst setzte sich aus den zwei Wörtern „wollen“ und „Kampf“ zusammen, welche aus dem altpolnischen Wortschatz stammten. Das typische Straßenangerdorf in der Gewanne kann auf eine sehr wechselhafte Geschichte zurückblicken.

Im Jahr 1837 brannte die jetzige Dorfstraße bis einschließlich zum Gasthof ab. Die Einwohner von Folbern erlebten sogar zwei  Flugzeugabstürze. Dabei wurde einmal das Gebäude der Wirtschaft Techert und das andere mal das Haus der Hauptstraße Nummer 9 zerstört. Auch die beiden Weltkriege hinterließen schlimme Spuren. Die Gemeinde errichtete zur Erinnerung an die Opfer ein Denkmal. Im Zuge der Flüchtlingsbewegung aus Ostpreußen, Schlesien, Pommern und aus dem Sudetenland befanden sich in Folbern zeitweise 900 Einwohner. (1999: 365 Einwohner) Im Jahre 1857 wurde erstmals in Folbern Schulunterricht erteilt. Nach 1952 besuchten die Kinder die Folberner Schule nur bis zur 4. Klasse und anschließend in Großenhain die Pestalozzi-Schule. 1968 wurde die Schule in Folbern geschlossen.

Nach 1900 herrschte in Folbern ein reges Vereinsleben; unter anderem gab es einen Männerturnverein, einen Jugendverein und viele andere mehr. Einige Einwohner waren und sind weiterhin aktiv im Verein der Geflügelzüchter, im Kleingartenverband sowie in der Freiwilligen Feuerwehr. Nicht zu vergessen ist der FCV, der Folberner Carnevals Verein, der 1978 durch Gründung eines Elferrates ins Leben gerufen wurde. Auch heute ist der FCV, der seinen Sitz im Kulturzentrum Großenhain GmbH hat, während der „närrischen Tage“ nicht mehr wegzudenken.

Seit 1991 weiß man von der Existenz eines Wappens, welches erstmals 1810/1811 im Stadtarchiv Dresden nachgewiesen wurde. Es ist von einem Bildsiegel abgeleitet und zeigt drei Blumen auf grünem Grund mit zwei Andreaskreuzen. Die Bedeutung ist aber leider nicht genau zu erklären. Man vermutet, daß es eine Modeerscheinung dieser Zeit war, da auch in verschiedenen anderen Bildsiegeln ähnliche Motive zu finden sind.

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